5 August 2008

Willkommen und Abschied

Heute auf den Tag genau in drei Wochen bin ich unterwegs: über den Atlantik, über das großartige New York, über die Karibik - bis nach Lima, Peru. Mit einer reinen Flugzeit von 17 Stunden, aber einer Reisezeit von 26 Stunden. Ich werde 9 Stunden Zeit haben, um den Transitbereich im JFK intensiv zu kennen zu lernen, mit all seinen Ecken und Kanten und vor allem Sitzgelegenheiten. Vielleicht sollte ich das Kopfkissen aus dem Flugzeug zocken und dann ein paar Stunden einfach verschlafen. Von meiner inneren europäischen Uhr her ist es nämlich abends um zehn, wenn ich in New York lande und morgens um sieben, wenn es weitergeht. Alle sagen mir: der Jet Lag nach dem Hinflug ist nicht so wild, der nach dem Rückflug ist viel schlimmer. Aber das hat ja noch Zeit, mit dem Rückflug. Bis zum 3. März nächstes Jahr. Gott, ist das lange hin!

Worüber wir auch immer wieder gestritten haben - na ja, gestritten ist das falsche Wort: eher diskutiert, es wusste keiner so genau -, ist das Thema Zeitverschiebung. Wie spät ist es in New York? Und wie spät in Lima? Und auch: wie spät ist es in Neu Delhi? Ich bin schließlich nicht die Einzige aus unserem Studiengang, die mal die Welt sehen will. Und da geht eben auch jemand nach Indien. Witzigerweise leben sie (die nach Indien geht) und ich dann für ein halbes Jahr fast genau auf der gegenüberliegenden Seite der Weltkugel, obwohl wir hier nur fünf Minuten mit dem Rad voneinander weg wohnen. Wir werden einen Zeitunterschied von 11,5 Stunden haben - perfekt zum Skypen: einer steht gerade auf, der andere geht gerade schlafen. Nur das mit dem Internet könnte nicht ganz so einfach werden wie hier…. na mal sehen. Oder wie der Spanier sagt: Vamos a ver.

Was man auch noch sehen wird, ist erstens, dass ich hier erstmal nichts mehr schreiben werde, sondern zweitens wir uns zu einem “Wir Ausländer”-Schreib-Kollektiv verschwestert haben und fleißig von unseren Begegnungen im ach so fernen Italien, Indien und Peru berichten werden. Man ist ja nicht alle Tage da. Zu finden sind wir demnächst unter http://dreifach.wordpress.com. Also: Schnell bei delicious verlinken, in den Feedreader eintragen oder im Browser bookmarken - brks, was für Anglizismen! -, allen Bescheid sagen und natürlich kräftig lesen und kommentieren!

Wie der Herr Gouverneur von Kalifornien damals im Kino schon sagte: Hasta la vista, baby!

2 Juli 2008

Beta-Testerin in spe

Da schau ich heute morgen beim Frühstück in meinen elektronischen Briefkasten und finde doch eine Einladung von last.fm zum Testen der Beta-Version, mit neuem Design und wahrscheinlich auch neuen Funktionen. Freude, o Freude! (An Anderen rummeckern macht ja immer Riesenspaß - die ewige Besserwisserei.) Das wollte ich natürlich gleich ausprobieren. Also schnell eingeloggt, den Link eingegeben und gehofft… tja. Da war aber nix. Nur eine nüchtern weiße Seite, die mir mit ebenso nüchternen Worten mitteilte: Sorry, aber du musst erst eine monatliche Prämie zahlen, um ins Beta-Reich vorgelassen zu werden. Stirnrunzeln meinerseits - das meinen die doch nicht ernst! Wozu schicken die mir dann eine Einladung?

Ich hab mich noch ein bisschen durch die Gruppenseite gescrollt und immer wieder den Link angeklickt, aber immer mit demselben Ergebnis: klinisch-weiße Ablehnung. Und dann kam die entscheidende Erkenntnis, als ich zum dritten Mal das READTHISFIRST gelesen habe. Es war so einfach! Warum bin ich da nicht früher drauf gekommen? Das kommt eben davon, wenn man nicht dem alternativen Mainstream folgt…

Die Lösung bzw. das Problem war der Browser. Ich bin seit meinem letzten Windows-Crash ein begeisterter Linux-Newbie geworden. Und als ich mein Betriebssystem geändert habe, habe ich mich auch nach Alternativen für meinen Browser umgesehen. Hängengeblieben bin ich dann bei Opera - jede Menge Features, sparsam, funktional, nettes Aussehen, anders. Firefox gibt es bei mir natürlich immer noch, als Rettungsanker, bis ich das Problem mit Flash bei Opera gelöst habe. Zum Glück! Denn ohne Firefox könnte ich nicht Beta-Testerin werden!

Das steht in den wichtigen Infos und Richtlinien in der Gruppe Last.fm Beta:

1. Currently supported browsers: Firefox, Safari, Internet Explorer 7

Also dann: Heute nacht wird getestet, mit Firefox!

27 Juni 2008

Hello world!

Ich habe eben ganz schön hin und her überlegt, welchen Titel mein erster eigenständiger Blogeintrag haben soll. Solche Sachen wie “Des Nächtens in Leipzig” (ich schreibe am meisten und am besten nachts) oder “Seelenstriptease” (dazu muss ich nichts sagen, oder?) fand ich eigentlich auch ganz brauchbar für den Anfang. Aber irgendwie haben diese zwei Wörter da oben in der Standardüberschrift ihren ganz eigenen Charme. Sie sind kurz, knackig, jedem bekannt, der auch nur mal die Nase nach draußen in die Welt gehalten hat - obwohl: die Ohren wären wahrscheinlich besser gewesen… - jedenfalls: sie kommen zum Punkt. Das mag ich ja unter anderem an der englischen Sprache so: Besonders die wichtigen Sachen lassen sich einfach und in wenigen Wörtern an den Mann bringen. Nur ein Beispiel aus einer deutschen U-Bahn: “Bitte achten Sie beim Ausstieg auf die Lücke zwischen Zug und Bahnsteigkante.” Sollte man ja auch unbedingt tun, aber das dauert so lange. Auf der Insel und in den Staaten heißt das kurz und bündig: “Mind the gap!” Formschön.

Zurück zur Alternativüberschrift. Eine der ersten Communities, bei der ich mich angemeldet habe, war last.fm. (Wie ich gelesen habe, wird da nach Jahren funktionalen Designs ein Relaunch geplant - man darf gespannt sein.) Ich lese ja mit Begeisterung Statistiken, und auch die vielen netten Applikationen, die man immer wieder im Netz findet, sind Futter für meinen Fetisch. Nur hat der Tag immer zuwenige Stunden… - aber diese Lamentatio führe ich hier nicht weiter aus.
Bei last.fm ging es dann also los mit dem Bloggen, vor allem natürlich über Musik. Schon dort war es das Schönste, eine gute Überschrift zu finden. (Schau mal rein, dann verstehst du, was ich meine.) Und mit großer Verwunderung habe ich vor kurzem festgestellt, dass da inzwischen schon sage und schreibe zehn Einträge in meinem Journal stehen. Für einen so zaghaften Konzertgänger und Albenkäufer wie mich fand ich das sehr viel. Auch MySpace hat für meine Versuche herhalten müssen, da sind es aber nur drei kleine Kammerstückchen geworden. Und diverse andere Geschichtchen lassen sich auch noch hinzufügen.

Tja, irgendwie war das aber alles nur so halbherzig und nebenbei. Und irgendwie dachte ich, mach das doch einfach mal richtig. Als Fazit hieß die Aufgabe dann also heute: Geh zu WordPress. Leg dir einen Account an. Überleg dir einen Titel. Und fang an zu schreiben.

Das mache ich dann wohl auch mal. Und wenn ich es schon nicht oben drüber schreibe, dann wenigstens unten drunter:

“Hello world! Or Why I can’t keep my thoughts to myself”