Augen auf im Straßenverkehr

outputanalyse diplomarbeit

Veröffentlicht in ohne relation von ktfall am 18 Oktober 2010

positives ergebnis I: die hälfte des als minimal definierten umfangs des ersten kapitels ist schon erreicht.
negatives ergebnis I: maximal ein viertel des zu erreichenden inhalts des ersten kapitels ist bisher erreicht. und noch nicht einmal in vollständigen sätzen.
positives ergebnis II: diese menge wurde in einer zeit von 8 stunden erreicht.
negatives ergebnis II: drei viertel des inhalts fehlen noch, um das erste kapitel zu vervollständigen. also muss ich noch 3x8h=24h arbeiten. wenn jeder tag aus 6-8 arbeitsstunden besteht, dauert es drei bis vier Tage. das sind noch keine vollständigen sätze. und das ist auch nur das erste kapitel.

schlussfolgerung: output-level halten.

ps: seit heute laufen die offiziellen drei monate.

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Buchmenschen

Veröffentlicht in fbm von ktfall am 12 Oktober 2010

Zwar ist sie noch nicht in mein Eigentum übergegangen, aber ich besitze sie: eine Nikon D50. Mit ihr habe ich in Granada viele schöne Stunden verbracht. Da wir beide nicht ohne einander reisen – ich sowieso nicht, aber sie noch weniger -, durfte sie mit auf die Buchmesse nach Frankfurt. In Anlehnung an den Streetwear-Blog Stil in Berlin, der auch auf der Seite der Zeit zu verfolgen ist, haben wir uns gemeinsam mit netten Buchmenschen die Zeit vertrieben. Vielen Dank an alle, die sich von uns fotografieren ließen.

Lina Kunimoto, Gestalten Verlag

Lina Kunimoto, Gestalten Verlag, Berlin

 

Alena Churakova, Ripol Classics

Alena Churakova, Ripol Classics, Moskau, Russland

 

Yvonne Nelling, arvato systems, München

Yvonne Nelling, arvato systems, München

 

Abier Qashgish, Besucherbefragung

Abier Qashgish, Besucherbefragung

 

Wolfgang Hölker, Coppenrath Verlag

Wolfgang Hölker, Coppenrath Verlag, Münster

 

Monja Kienecker und Kay Moritz Salomon, AZ Druck und Datentechnik

Monja Kienecker und Kay Moritz Salomon, AZ Druck und Datentechnik, Kempten

 

Anke Naefe, mediacampus Frankfurt, und Leander Wattig

Anke Naefe, mediacampus Frankfurt, und Leander Wattig

 

Nicole Rankers, Distanz Verlag

Nicole Rankers, Distanz Verlag, Wuppertal, Berlin

 

Kristin Wolter, selbständig

Kristin Wolter, Büro für Presse- und Textarbeit, Leipzig

 

Susan Topp Weber, Autorin, Santa Fé, New Mexico, USA

Susan Topp Weber, Autorin, Santa Fé, New Mexico, USA

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Verabredungen

Veröffentlicht in experiment abstinenz von ktfall am 19 August 2010

Es klingt seltsam in meinen Ohren, wenn ich mich „auf ‘ne Cola oder so“ verabrede, und kommt mir dementprechend schwer über die Lippen. „Ein Bier oder einen Wein“ impliziert sofort eine gewisse Atmosphäre, man spürt so ungefähr, was einen erwartet. Aber eine Cola? Was soll das denn für ein Abend werden? Normalerweise trinke ich Cola nur, wenn ich das Koffein brauche, ebenso wie bei Kaffee. Mein Körper gewöhnt sich zu schnell an solche Pusher. Als Option zum Alkohol bietet Cola für mich vor allem abends so seine Vorteile – der viele Zucker lässt mich durchhalten, was normalerweise der Alkoholpegel übernimmt.

Dementsprechend entdecke ich die Bandbreite der nichtalkoholischen Getränke – alle möglichen Frucht-Kombinationen aus dem Hause Bionade, verschiedenste Fruchtsäfte, die ich sonst meistens überspringe und statt Cola (wenn ich sie grad nicht brauche) auch gern mal eine Apfelschorle bestelle. Wegen der Ähnlichkeit zu einem kühlen Bier? Mag sein. Hier möchte ich überdeutlich das Wort ‘hineininterpretieren’ anbringen.

PS: Wie enttäuscht sind eigentlich die Freunde, wenn man sich mit ihnen auf ein Bier oder einen Wein verabredet und sie dann alleine Alkohol trinken lässt? Und sie im schlimmsten Fall alleine betrunken werden? Und man nüchtern daneben steht und sich fragt: Was zur Hölle macht ihr da eigentlich?

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Die erste Woche ohne.

Veröffentlicht in experiment abstinenz von ktfall am 11 August 2010

Sieben Tage ohne Alkohol ist ja noch nicht viel. Gelegenheiten zu trinken gab es natürlich genügend. Ich habe sie ohne Probleme ausgeschlagen, das Bedürfnis nach dem leichten Rauschgefühl scheint bei mir gerade nicht sehr stark zu sein. Es fühlt sich gut an, wie ‘normal’ ein Abend mit Freunden auch ohne Bier oder Wein sein kann. Auch wenn alle um mich herum trinken. Am Montag abend bekam ich auf meine Absage zum angebotenen Bier sogar schon den klassischen Kommentar: ‘Schwanger?’ zu hören. Es ist erstaunlich, wie ungewöhnlich es für viele scheint, wenn jemand in der Runde mal keinen Alkohol trinkt. Die F.A.Z. hat sich letztens auch mit dem Thema Alkohol in der Gesellschaft befasst. Zitat: Wie wäre es denn, wenn jemandem, der „nein, danke“ sagt, nicht mehr automatisch unterstellt würde, dass er alkoholkrank, eine schwangere Frau oder Islamist ist?

Wenn ich momentan „nein, danke“ sage, fällt es meinen Freunden sofort wieder ein, dass ich gerade eine Alkoholpause mache: „Ach ja, stimmt ja.“ Ich darf sozusagen nicht. Wenn ich dürfte, würde ich. Sozusagen. Danach wird alles wieder normal?

Ich werde weiterhin die Reaktionen beobachten. Es sind noch 20 Tage bis zum ersten September.

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Spontane Entscheidungen

Veröffentlicht in experiment abstinenz von ktfall am 5 August 2010
just made a decision: no alcohol till 1st of september. is there a social life without alcohol?
(ich, 4. August 2010, 12:02 pm, twitter)

Abstinenz. Kein Bier im Park, keinen Wein zum Essen, keine Longdrinks auf Parties. Wie reagieren meine Freunde und andere Menschen darauf? Wie reagiert mein Körper und meine Psyche? Haben wir uns schon so sehr an Alkohol gewöhnt, dass es fast nicht mehr ohne ihn geht? Und fällt uns das eigentlich überhaupt an uns selbst auf?

Gestern abend hatte ich meine erste Bewährungsprobe bei einer gemütlichen Geburtstagsfete mit guten Freunden. Zeitweilig war der Wunsch und die Lust auf ein kühles Bier oder einen Schluck Wein so groß, dass ich entweder etwas Nichtalkoholisches als Ersatz trinken oder eine Zigarette rauchen musste, um mich davon abzulenken. Je später der Abend, desto entspannter wurde ich allerdings.

Das Wochenende steht vor der Tür, da wartet sicher die nächste große Versuchung auf mich.

Es sind noch 27 Tage bis zum ersten September.

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Abschied nehmen

Veröffentlicht in granada von ktfall am 4 Juli 2010

Die letzten Tage brechen an. Die Zeit scheint viel zu schnell zu vergehen, um noch einmal alle Freunde zu sehen. Eine Abschiedsfete nach der anderen, jedes Mal wird der Kreis derjenigen kleiner, die noch hier sind.
In meinem Kopf beginne ich schon, den Koffer zu packen. Wirklich tun werde ich es wahrscheinlich erst in letzter Minute. Es fühlt sich seltsam an, wenn ich mir vorstelle, am Donnerstag morgen wieder in Deutschland aufzuwachen. Wieder zurück zu kommen, wieder da zu sein. Und es wird wieder eine Weile dauern, bis ich komplett angekommen sein werde.

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Es geht los…

Veröffentlicht in wm 2010 von ktfall am 11 Juni 2010

Ich bin ja sonst nicht so fußballbegeistert, aber EM und WM ziehen mich doch immer irgendwie in ihren Bann. Dabei jubele ich zwar nicht nur rein patriotisch – wenn Spanien ein Spiel gewinnt, grinse ich mindestens genauso -, spätestens wenn es dann aber in die letzten k.o.-Runden geht, packe ich schon mal eine Portion stolze schwarz-rot-goldene Attitüde aus.

Ein bisschen emotional-musikalische Vorbereitung vor dem Eröffnungsspiel kann nicht schaden, dachte ich mir und machte mich auf die Suche nach dem WM-Song für 2010.  Den ersten fand ich in der Timeline von Facebook, gepostet von Werben & Verkaufen, der FB-Repräsentanz der Zeitschrift für Marketing, Werbung und Medien. Es war Shakira, das kolumbianisch-stämmige  Hüftenwunder mit libanesischen, spanischen und italienischen Wurzeln, die inzwischen auch laszive Videos mit meinem Tennis-Liebling Rafael Nadal dreht. Der Titel des Songs für die WM: Waka Waka (This Time For Africa). Vor dem Urteil kommt ja bekanntlich immer erst die Präsentation der Beweise, also bitte:

Nett, dachte ich mir. Schöne Fußballszenen und eine Hommage an die italienischen WM-Helden von vor vier Jahren, auch ein bisschen politisch korrekt einbezogene Afro-Rhythmen und afrikanische Sänger. Shakira weiß ja eigentlich auch, wie man Hits macht; und sie ist in meinen Augen die einzige, die sich nicht blamiert, wenn sie mit Afrikanern tanzt. Aber irgendwie fehlt da was… Ein Kommentar bei Facebook zum Song war folgender: ‘Schade, dass man nicht mitsingen kann..’

Next, please! Zum Beispiel der Coca-Cola-Song von K’naan, der ebenfalls offizieller FIFA-Song zu sein scheint.

Viel besser!  Sowas möchte ich! Und genug Zeit zum Mitsingen hat man auch – der Refrain wird so oft wiederholt, dass man ihn hinterher nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Eine klassische Hitqualität. Vor allem aber ist der Song viel afrikanischer als Shakiras produzierter Verkaufsschlager. Nachdem ich durch die beiden Alben von Vampire Weekend gründlich auf afrikanische Klänge vorbereitet wurde, fühle ich mich mit Wavin’ the Flag viel wohler. Zum Glück für uns rhythmuslegasthenische Nordeuropäer ist der Beat mehr House und damit mehr Weltmusik – weil das eben überall in die Beine geht.

Der deutsche WM-Sommer-Hit darf natürlich nicht fehlen: Nach unserem *hüstel* Lenas Sieg beim Eurovision Song Contest muss natürlich auch ihr Lied in die Public Viewing Areas des deutschen Sommers gebracht werden.

Dann kann es ja losgehen – stellt das Bier kalt, holt die Trikots aus dem Schrank und hängt die deutsche Fahne aus dem Fenster! Unsere Jungs holen den Titel! Und wenn nicht – wir feiern trotzdem!

Corpus Christi

Veröffentlicht in granada von ktfall am 3 Juni 2010

Heute ist Corpus Christi. Zu deutsch Fronleichnam, das katholische „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“. Ich höre die Prozessionstrommeln wieder. Und diesmal stehen auch die Kirchenglocken nicht still. Der Weg, den die Prozession nimmt,  ist mit grünen Getreidehalmen bestreut und mit Stoffplanen überdacht. Am Straßenrand stehen Granadiner und Touristen gleichermaßen dicht gedrängt, um die lange Prozession zu sehen. Überall hört man das ssst-klack der sich öffnenden Fächer, mit denen sich die Spanierinnen Luft zufächeln, um die Hitze einigermaßen zu ertragen. Schattenplätze sind rar. Es sind 29 Grad.

Lehrer Lempel Niñas

Frauen

Gran Vía, mittags Chicas

Seit Montag ist auf dem Messegelände die Feria de Corpus Christi aufgebaut – ein riesiges Volksfest, mit allen schwindelerregenden Geräten, die man sich wünschen kann, viel Flamenco und natürlich Essen bis spät in die Nacht hinein. Hier tummeln sich die Granadiner bis in die frühen Morgenstunden, bevor es wieder zu heiß wird.

Am Eingang Riesenrad

Fiesta Booster

Aber nicht nur dort, ein wenig außerhalb des Zentrums, sondern auch in der Innenstadt gibt es  zahlreiche Veranstaltungen. Wie zum Beispiel gestern auf der Plaza de Bib-Rambla, als eine Flamenco-Gruppe einem begeisterten und zahlreichen Publikum regionale Tänze zeigte. In traditionellen Kleidern – nicht nur die Tänzerinnen, sondern auch die Musikerinnen – brachten sie den Holzboden der Bühne zum Erzittern und mich zum Staunen. Der ganze spanische Stolz und die Lebensfreude Andalusiens standen leibhaftig vor mir.

Bailando Tacones

En grupo

Heute zum Feiertag wird auf der Messe die Hölle los sein. Und morgen erst recht. Mal sehen, was die nächsten paar Tage noch so bringen!

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Besuch aus Deutschland

Veröffentlicht in granada von ktfall am 26 Mai 2010

Vorletztes Wochenende, genauer gesagt von Donnerstag bis Montag, war meine liebe Freundin Franzi aus Dresden bei mir zu Besuch. Natürlich waren fünf Tage viel zu kurz, um ihr all die schönen Seiten von Granada zu zeigen, die ich in den letzten drei Monaten hier entdeckt habe. Für sie war es nicht so einfach, Urlaub zu bekommen. Umso froher war ich, als wir uns am Flughafen endlich wieder in den Arm nehmen und in die Augen sehen konnten.

Am Abend tauschten wir bei einem Glas Wein alle Neuigkeiten und Entwicklungen aus, die sich in meiner Abwesenheit angesammelt hatten. Der Freitag war reserviert für eine Erkundungstour zu Fuß durch die Stadt. Wir genossen den Charme der kleinen Gassen, der grünen Plätze, die immer wieder unverhofft auftauchen, und die vielen kleinen und großen Läden, in die es uns hineinzog.

Den Freitag Abend verbrachten wir im klassisch-spanischen Stil: wir zogen von einer Bar zur nächsten, um die verschiedensten Sorten von tapas zu probieren. In unserer vierten und letzten Bar lächelten wir dem Barkeeper ein entschuldigendes „Nada, gracias“ zu, als er fragte, welche Tapas wir zu unserem Wein respektive Bier wollten: wir waren satt.

Am Samstag wartete ein kleines Abenteuer auf uns: Wir hatten ein Auto gemietet und wollten ein bisschen die Gegend erkunden. Der spanische Verkehr ist für die meisten Deutschen eine Herausforderung – Regeln sehen die Spanier nur als Orientierung. Wenn man sich aber an diese laxe und spontane Art gewöhnt hat, macht es richtig Spaß.

Wir fuhren also hinaus aus Granada und hinein in die Berge, Las Alpujarras, wo wir die weißen Dörfer sehen und den besten Schinken der Welt probieren wollten. Zum Glück erreichten wir Trevélez, das höchstgelegene Dorf Andalusiens, am Fuße des Mulhacén, des höchsten Bergs auf spanischem Festland, noch vor der Siesta und konnten für unser geplantes Picknick den legendären jamón serrano in einer der vielen Fleischereien kaufen. Diese Pause war auch bitter nötig: Nach Trevélez gelangt man nur über schmale Straßen mit jeder Menge Serpentinen. Unsere Mägen waren schon reichlich hin- und hergeschaukelt worden, und so langsam taten mir die Arme weh vom ewigen nach rechts und nach links Lenken.

Nach den Bergen stand das Meer auf unserem Programm, die Kombination der in Andalusien ewig präsenten Gegensätze. Wir suchten frisch gestärkt unseren Weg durch die Alpujarras, wieder über Serpentinen, die nicht enden wollten, und ohne Karte. Nachdem wir schon glaubten, wir führen in die vollkommen falsche Richtung, öffneten sich endlich vor unseren Augen die Berghänge und wir sahen flaches Land. Das freudige Lächeln blieb uns allerdings gleich wieder im Hals stecken: Die ganze Bucht, so weit unsere Augen reichten, war voller weißer Plastikplanen. Gewächshäuser. Überall. Es war kein Baum, kein Busch, keine Vegetation zu sehen. Nicht umsonst nennen die Spanier diese Region um Almería die Costa del Plástico.

Wir bogen auf die Schnellstraße nach Almería ab und versuchten, unsere Enttäuschung zu zügeln. So hatten wir uns das Mittelmeer nicht vorgestellt. Je weiter wir die Bucht hinter uns ließen, desto mehr Vorfreude kam allerdings in uns auf: Das Meer war die ganze Fahrt über zu unserer Rechten, in Greifnähe fuhren wir auf Klippen an ihm entlang. Wir stellten das Auto auf den ersten strandnahen Parkplatz, den wir in Almería fanden, und machten uns auf den Weg hinunter zum Strand.

Da war es, das hellblaue, rauschende Wasser mit leichten, weißen Gischtkronen, das sich bis zum Horizont ausdehnte. Ich glaube, wir sahen beide leicht dümmlich aus, wie wir da mit unserem breiten Grinsen an der Promenade standen und übers Meer schauten. Wir zogen die Schuhe aus und wanderten am Wasser entlang. Es war noch ganz schön kalt, obwohl die Lufttemperatur über 25 Grad lag. Nur Wenige trauten sich ins Meer, und wenn, dann kamen sie meist schnell wieder raus. Wir konnten uns kaum satt sehen an den Wellen und dem Blau und der Weite.

Zum Abschied tranken wir noch einen cortado auf dem Platz vor der Kathedrale, wo viele Kinder spielten, anscheinend nach einer Kommunion; und die sieben jungen Deutschen neben uns versuchten, unsere offensichtlich gemeinsame Sprache zu ignorieren.

Auf dem Rückweg ließen wir das Meer nicht aus den Augen. Anderthalb Stunden, von Almería bis Motril, begleitete es unseren Weg.

Sonntag war der Tag der Alhambra. Unsere magische Uhrzeit war abends um sieben: Das war der Zeitpunkt, wann wir in den Nasridenpalast durften. Da das Gelände der Alhambra fünf Minuten zu Fuß von meiner Wohnung entfernt ist, machten wir uns erst gegen um fünf auf den Weg. So blieb uns genug Zeit, den wunderbaren Garten Generalife, die Alcazaba und die hier und da verstreuten architektonischen Kostbarkeiten zu genießen, bis wir uns in die lange Schlange der wartenden Touristen einreihten.

Für mich war es das zweite Mal, dass ich den Palast der Nasriden von innen sehen durfte. Beeindruckt war ich mindestens genauso, wenn nicht sogar mehr als vor vier Jahren, als ich mit meinen Eltern und meiner jüngeren Schwester hier war. Diese Art zu Häuser zu bauen, Wände zu verzieren und Höfe zu gestalten wird für mich einfach nie langweilig.

Auch unten in der Stadt sieht man noch viel von dieser Architektur. Manchmal muss man zwar ein bisschen suchen hinter all den schweren, katholischen, prunkvollen Fassaden, aber es eröffnet sich immer wieder ein Blick in einen grünen Innenhof mit einem Springbrunnen in der Mitte.

Franzi, es war schön, dass du da warst! Es fühlte sich sehr gut an, jemanden aus meinem eigentlichen Zuhause hier in dieser Stadt zu haben, in der ich mich so wohl fühle.

Wer kommt als nächstes auf ein paar Tage vorbei?

Geburtstag am Meer

Veröffentlicht in granada von ktfall am 26 April 2010

Eine weiße Stadt auf einem Hügel, bewacht von einer verfallenen maurischen Festung und das Meer in Reichweite. Salobreña. Die Straßen sind eng, kurvig und steil. Hinter jeder Biegung wartet ein anderer Anblick – blumengeschmückte Balkone, gußeiserne Tore, Marienbilder, verfallene Häuser. Und sehr wenige Menschen. Die Jalousien sind herunter gelassen, die Türen geschlossen, es ist heiß. Fast gespenstisch wirkt die Stille.

Salobreña, mit den immer präsenten Bergen Das Nachbardorf

Typisch maurisch Typisch spanisch

Strand Balkon geschmückt mit lokaler Keramik und Botanik Fenster

Tor der Kathedrale Auch hier schon Bettenburgen

Ausblick Ausblick

Nach um sieben, als der Himmel sich bewölkt und die Hitze abnimmt, kehrt das Leben zurück. Das Café hallt wider von den lauten Unterhaltungen, vorbeifahrende Autos grüßen mit der Hupe, die Lautsprecher übertragen einen Stierkampf. Ich genieße meinen cortado und das knusprige Brot mit Schinken aus der Region.

Das Mittelmeer und ich

Meine Füße standen heute im Mittelmeer. Besser geht’s nicht.

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