Augen auf im Straßenverkehr

Es geht los…

Posted in wm 2010 by ktfall on 11 Juni 2010

Ich bin ja sonst nicht so fußballbegeistert, aber EM und WM ziehen mich doch immer irgendwie in ihren Bann. Dabei jubele ich zwar nicht nur rein patriotisch – wenn Spanien ein Spiel gewinnt, grinse ich mindestens genauso -, spätestens wenn es dann aber in die letzten k.o.-Runden geht, packe ich schon mal eine Portion stolze schwarz-rot-goldene Attitüde aus.

Ein bisschen emotional-musikalische Vorbereitung vor dem Eröffnungsspiel kann nicht schaden, dachte ich mir und machte mich auf die Suche nach dem WM-Song für 2010.  Den ersten fand ich in der Timeline von Facebook, gepostet von Werben & Verkaufen, der FB-Repräsentanz der Zeitschrift für Marketing, Werbung und Medien. Es war Shakira, das kolumbianisch-stämmige  Hüftenwunder mit libanesischen, spanischen und italienischen Wurzeln, die inzwischen auch laszive Videos mit meinem Tennis-Liebling Rafael Nadal dreht. Der Titel des Songs für die WM: Waka Waka (This Time For Africa). Vor dem Urteil kommt ja bekanntlich immer erst die Präsentation der Beweise, also bitte:

Nett, dachte ich mir. Schöne Fußballszenen und eine Hommage an die italienischen WM-Helden von vor vier Jahren, auch ein bisschen politisch korrekt einbezogene Afro-Rhythmen und afrikanische Sänger. Shakira weiß ja eigentlich auch, wie man Hits macht; und sie ist in meinen Augen die einzige, die sich nicht blamiert, wenn sie mit Afrikanern tanzt. Aber irgendwie fehlt da was… Ein Kommentar bei Facebook zum Song war folgender: ‘Schade, dass man nicht mitsingen kann..’

Next, please! Zum Beispiel der Coca-Cola-Song von K’naan, der ebenfalls offizieller FIFA-Song zu sein scheint.

Viel besser!  Sowas möchte ich! Und genug Zeit zum Mitsingen hat man auch – der Refrain wird so oft wiederholt, dass man ihn hinterher nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Eine klassische Hitqualität. Vor allem aber ist der Song viel afrikanischer als Shakiras produzierter Verkaufsschlager. Nachdem ich durch die beiden Alben von Vampire Weekend gründlich auf afrikanische Klänge vorbereitet wurde, fühle ich mich mit Wavin’ the Flag viel wohler. Zum Glück für uns rhythmuslegasthenische Nordeuropäer ist der Beat mehr House und damit mehr Weltmusik – weil das eben überall in die Beine geht.

Der deutsche WM-Sommer-Hit darf natürlich nicht fehlen: Nach unserem *hüstel* Lenas Sieg beim Eurovision Song Contest muss natürlich auch ihr Lied in die Public Viewing Areas des deutschen Sommers gebracht werden.

Dann kann es ja losgehen – stellt das Bier kalt, holt die Trikots aus dem Schrank und hängt die deutsche Fahne aus dem Fenster! Unsere Jungs holen den Titel! Und wenn nicht – wir feiern trotzdem!

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