Augen auf im Straßenverkehr

Verabredungen

Posted in experiment abstinenz by ktfall on 19 August 2010

Es klingt seltsam in meinen Ohren, wenn ich mich “auf ‘ne Cola oder so” verabrede, und kommt mir dementprechend schwer über die Lippen. “Ein Bier oder einen Wein” impliziert sofort eine gewisse Atmosphäre, man spürt so ungefähr, was einen erwartet. Aber eine Cola? Was soll das denn für ein Abend werden? Normalerweise trinke ich Cola nur, wenn ich das Koffein brauche, ebenso wie bei Kaffee. Mein Körper gewöhnt sich zu schnell an solche Pusher. Als Option zum Alkohol bietet Cola für mich vor allem abends so seine Vorteile – der viele Zucker lässt mich durchhalten, was normalerweise der Alkoholpegel übernimmt.

Dementsprechend entdecke ich die Bandbreite der nichtalkoholischen Getränke – alle möglichen Frucht-Kombinationen aus dem Hause Bionade, verschiedenste Fruchtsäfte, die ich sonst meistens überspringe und statt Cola (wenn ich sie grad nicht brauche) auch gern mal eine Apfelschorle bestelle. Wegen der Ähnlichkeit zu einem kühlen Bier? Mag sein. Hier möchte ich überdeutlich das Wort ‘hineininterpretieren’ anbringen.

PS: Wie enttäuscht sind eigentlich die Freunde, wenn man sich mit ihnen auf ein Bier oder einen Wein verabredet und sie dann alleine Alkohol trinken lässt? Und sie im schlimmsten Fall alleine betrunken werden? Und man nüchtern daneben steht und sich fragt: Was zur Hölle macht ihr da eigentlich?

3 Antworten

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  1. kürmann said, on 19 August 2010 at 10:16 am

    ganz im ernst: von den jungs fängt man für’s abstinenzlertum mal nen blöden spruch, vielleicht wird’s auch der running-gag des abends. aber du kannst dir sicher sein, dass du damit niemanden enttäuschst. wie auch?
    und mit all den eigenen rauscherfahrungen im hinterkopf wird man nen teufel tun, die angesoffenen kumpels aufzuziehen, nur weil man selbst nüchtern ist. das wär dann der bloße neid. aber neidisch bist du ja nicht, oder?

    • ktfall said, on 19 August 2010 at 10:45 am

      nein, bin ich nicht :) ich vergesse nicht, wie ich mich nach einer berauschten nacht fühle. das wort peinlich kommt da sehr oft in meinen gedankengängen vor.

  2. strawberryfan said, on 19 August 2010 at 6:10 pm

    die freunde sind überhaupt nicht enttäuscht, maximal leise neidisch auf das durchhaltevermögen des anderen, mit dem gedanken im hinterkopf – müsste man auch mal machen. statt neid auch gerne anerkennung. klingt schöner. und in den meisten fällen endet die verabredung auf ein bier oder einen wein ja auch nicht in der peinlichen volltrunkenheit…


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